ABCB5+ Stammzellen

ABCB5 als Marker für hoch potente mesenchymale Stammzellen

Im Jahr 2003 beschrieben Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Frank am Boston Children's Hospital (Lehrkrankenhaus der Harvard Medical School, Boston, Massachusetts), eine neue, bislang noch nicht charakterisierte Gruppe mesenchymaler Stammzellen, die ABCB5 in der menschlichen Haut exprimieren. Diese Zellen verfügen über einzigartige immunmodulierende Eigenschaften, durch die sie ein herausragendes Potenzial für die Behandlung entzündlicher und degenerativer Erkrankungen besitzen.

Entzündungshemmung:
der wesentliche Mechanismus von ABCB5

Eines der führenden Probleme bei nicht behandelbaren Erkrankungen ist eine lokale oder systemische Entzündung, die die körpereigene Regeneration verhindert.

ABCB5-positive Stammzellen wirken bei Patienten entzündungshemmend, da sie in eine Wechselwirkung mit Immunzellen (Makrophagen, T-Zellen, B-Zellen) treten und das vormals entzündungsfördernde Umfeld zum Positiven verändern. Somit erhält der Körper die Chance zu heilen.

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(A) Chronische Wunden verbleiben durch die IL-1β- und TNF-α-vermittelte autokrine Rekrutierung und Aktivierung von entzündungsfördernden M1-Makrophagen in der inflammatorischen Phase.
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(B) ABCB5+ mesenchymalen Stammzellen durchbrechen durch die adaptive Freisetzung von IL-1RA den Teufelskreis der autokrinen Aktivierung von M1-Makrophagen und verschieben das Gleichgewicht von der M1-Makrophagen-dominierten Entzündung hin zu einem M2-Makrophagen-dominierten, heilungsfördernden Gewebeumfeld. Dieses Umfeld ist durch niedrigere Konzentrationen an den proinflammatorischen Zytokinen TNF-α, IL-12 und IL-23 und höhere Konzentrationen am antiinflammatorischen Zytokin IL-10 gekennzeichnet.

ABCB5+ mesenchymalen Stammzellen lösen den Wechsel von entzündungsfördernden M1- zu entzündungshemmenden M2-Makrophagen aus

Von lokaler Entzündung zum Zytokinsturm: unsere Geschichte

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Evidenz konzentrierten wir uns bei Patienten mit chronischen Wunden anfangs auf die lokale Entzündung, um den Wirkmechanismus zu validieren.

Basierend auf den erlangten Kenntnissen aus den klinischen Studien mit topischer Verabreichung und weiteren Forschungsprogrammen, erweiterten wir unseren klinischen Fokus auf systemisch entzündliche Erkrankungen.

In Zusammenarbeit mit weltweit führenden Experten entwickelten wir ein klinisches Entwicklungsprogramm, das sich auf den ungedeckten medizinischen Bedarf bei einer seltenen Erkrankung im Kindesalter mit starker systemischer Entzündung konzentriert.

Die Erkenntnisse über die Art und Weise, wie unsere Stammzellen Entzündungsvorgänge modulieren können, motivierten uns dazu, mit unserem klinischen Programm den nächsten Schritt zu gehen: der Erforschung einer lebensbedrohlichen Situation, begleitet von einer massiven systemischen Entzündung, die zum Zytokinsturm und schließlich zum Tod führen kann.

Lokalisierte
Entzündungen

z.B. chronische, nicht heilende Wunden

Generalisierte
entzündliche Prozesse

z.B. rezessive dystrophische Epidermolysis bullosa

Lebensbedrohende
systemische Entzündungen

z.B. akut-auf-chronisches Leberversagen

Vom Labor zum Patienten:
allogene Stammzelltherapeutika

Basierend auf unseren Forschungsergebnissen entwickelten wir einen einzigartigen patentierten Herstellungsprozess, in dem ABCB5-positive Zellen als hochreine und hoch potente Subpopulation von mesenchymalen Stammzellen nach vorgegebenen Qualitäts- und Freigabekriterien produziert und isoliert werden. So kommt unser Medikament zum Patienten.

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