Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Hintergrundinformationen

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine chronische Gefäßerkrankung, die die Gefäße der unteren Extremitäten betreffen. Beim Fortschreiten der Krankheit verengen (Stenose) oder verschließen (Okklusion) sich die Arterien zur Versorgung der Extremitäten, oder, wenn auch seltener, der Hauptschlagader (Aorta). Die Gefäßkonstriktion führt zu einem verringerten Blutfluss und somit zu einer eingeschränkten Sauerstoffversorgung. Dadurch sind die Extremitäten in einem Zustand der akuten oder chronischen Ischämie. Dies betrifft in den meisten Fällen die unteren Extremitäten. Die fehlende Blutzufuhr führt zu Taubheit, Schmerzen und gefährlichen Infektionen in entstehenden Geschwüren (“Peripheral Arterial Disease”, Merck Manual of Diagnosis and Therapy Professional Edition, 2010).

Es wurde kürzlich in mehreren Tiermodellen gezeigt, dass ABCB5-positive (ABCB5+) Zellen eine wesentliche Rolle bei der Angiogenese und der Neo-Vaskularisation spielen. In Wundheilungsmodellen für akute und chronische Wunden der Haut verbesserte die Gabe von ABCB5+ Zellen die Wundheilung.

Mesenchymale Stammzellen/Mesenchymale Stromazellen (MSCs) wurden bereits über ein Jahrzehnt untersucht und zur Behandlung verschiedenster Krankheiten eingesetzt (Casiraghi, et al., 2013). MSCs sind multipotente Zellen, die sich als undifferenzierte Zellen replizieren können. Sie können sich in adipozytische, chondrozytische und osteozytische Abstammungslinien differenzieren (Pittenger, et al., 1999).

Die Untersuchungen im Labor von Prof. Dr. Frank führten zu der Identifikation einer distinkten Subpopulation von ABCB5+ Vorläuferzellen isoliert aus menschlicher Haut. Um diese Zellen zu isolieren, wurde ein spezifischer und selektiver Antikörper entwickelt (Frank, et al., 2003), unter GMP-Bedingungen aufgereinigt und auf virale Kontaminationen getestet (TICEBA).

Die TICEBA GmbH hat einen hoch standardisierten Prozess entwickelt, um allogene ABCB5+ mesenchymale Stammzellen aus Hautproben von menschlichen Spenderhautproben zu vermehren, anzureichern und mittels eines Bead-gekoppelten hochspezifischen monoklonalen Antikörpers zu isolieren.

Allogene ABCB5+ mesenchymale Stammzellen sind für die Behandlung von PAOD vorgesehen. Sie lösen die Angiogenese im betroffenen Bein aus und verbessern die Durchblutung. Es wird erwartet, dass die Wundheilung normal abläuft, nachdem die Durchblutung wiederhergestellt wurde.

Ablauf

Informationen zur allogenen klinischen Studie mit ABCB5+ mesenchymalen Stammzellen erhalten Sie HIER.

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News
Klinische Studien

Ab sofort haben wir Patienten für weitere klinische Studien mit allogenen ABCB5-positiven (ABCB5+) mesenchymalen Stammzellen in der Phase I/IIa für die folgenden Indikationen: Chronisch venöse Wunden (CVU), diabetische Fußulzer (DFU) und periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Weitere Informationen erhalten Sie HIER.

Erlaubnis

Nach der jüngsten Erweiterung verfügt        TICEBA neben der Erlaubnis zur Herstellung eines Humanarzneimittels gemäß §13 Absatz 1 Arzneimittelgesetz (Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln – AMG) für autologe mesenchymale Stammzellen auch über die Herstellungserlaubnis gemäß §13 Absatz 1 AMG für die Herstellung eines Arzneimittels zur Anwendung am Menschen für allogene mesenchymale sowie allogene limbale ABCB5+ Stammzellen. Weitere Informationen erhalten Sie HIER.

Die Geschichte der Stammzelle

HIER finden Sie unsere Kategorie "Die Geschichte der Stammzelle" mit dem neuesten Artikel zum Thema "Die Rolle von Stammzellen bei der Wundheilung".

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